Heise 01.09.2026
15:22 Uhr

IFA: Fritzbox DSL/Fiber 7-90 bricht mit alten Konventionen


Fritz traut sich an ein neues Router-Design. Die Fritzbox DSL/Fiber 7-90 ist wortwörtlich eine Box.

IFA: Fritzbox DSL/Fiber 7-90 bricht mit alten Konventionen

Die Fritzbox 5690 Pro bekommt eine kleine Schwester, die mit bisherigen Konventionen bricht. Die Fritzbox DSL/Fiber 7-90 führt ein neues Namensschema ein und kommt in einem überarbeiteten Kastengehäuse. Auch sie integriert ein Dual-Modem für DSL- und Glasfaseranschlüsse.

Parallel startet der Verkauf der Kabel-Fritzbox 6690 Pro. Sie unterstützt ebenfalls Wi-Fi 7 in drei Bändern und Ethernet bis 2,5 Gbit/s. Der Hersteller ruft dafür 430 Euro auf.

Bei neuen WLAN-Routern will Fritz künftig durchgängig die Anschlussart in den Namen packen, an der das Gerät ohne Zusatzmodem betrieben werden kann. Dahinter folgt die WLAN-Generation – beim Neuling Wi-Fi 7 – und eine zweistellige Baureihenzahl. Schon früher hat die Firma unter dem alten Namen AVM die Anhängsel Fiber und Cable bei Glasfaser- und Kabel-Fritzboxen angefügt.

Zum minimalistischen Gehäuse-Design gehört jetzt auch nur noch je eine Taste und LED. An der Rückseite werden Kabel gebündelt und unten durch ein Loch nach außen geführt. Nutzer können den Router entweder stehend platzieren oder an einer Wand montieren. Die integrierte Wandaufhängung nutzt die gleichen Bohrlöcher wie etwa die Fritzbox 7590.

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Die Fritzbox DSL/Fiber 7-90 funktioniert an den weitverbreiteten Glasfaser-Anschlusstypen Gigabit Passive Optical Network (GPON) mit 2,5 Gbit/s sowie Active Optical Network (AON) mit 1 Gbit/s. DSL läuft bis 300 Mbit/s.

Per Funk nennt Fritz aufsummierte Brutto-Übertragungsraten von bis zu 12,2 Gbit/s. Bei 6 und 5 GHz schafft sie jeweils 5760 Mbit/s und im 2,4-GHz-Band 690 Mbit/s. Nur im 5-GHz-Band verwendet der Router vier MIMO-Streams. Gegenüber der Fritzbox 5690 Pro ist daher die 6-GHz-Übertragungsrate halbiert. Das Topmodell fährt das Maximum mit vier MIMO-Streams und 320 MHz Kanalbreite für 11.520 Mbit/s.

Kabelseitig muss die neue Fritzbox DSL/Fiber 7-90 auf 10-Gbit/s-Ethernet verzichten. Es gibt je zwei Anschlüsse mit 2,5 und 1 Gbit/s. Einer der beiden 2,5-Gbit/s-Ports fungiert auch als WAN-Anschluss (Wide Area Network), falls man den Router doch mal mit einem externen Modem verbinden möchte.

Eine DECT-Basis (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) für schnurlose Telefone ist wie gehabt an Bord, ebenso ein USB-Anschluss für Drucker oder Datenträger. Die USB-Geschwindigkeit gibt Fritz noch nicht an.

Smart-Home-Geräte lassen sich per DECT ULE (Ultra Low Energy) und Zigbee verbinden. Matter nennt der Hersteller anders als bei der Fritzbox 5690 Pro nicht.

Die Fritzbox DSL/Fiber 7-90 ist im Laufe der Woche auf der Berliner Messe IFA zu sehen. Dort will Fritz auch den bereits angekündigten Fritz-Repeater 6700 Pro mit Wi-Fi-7-Support, die Mobilfunk-Fritzbox 6835 5G und weitere Produkte zeigen. Wie immer gilt: Die Markteinführung kann Monate auf sich warten lassen. Preise stehen bisher nicht fest.

(mma)